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Stadt- und Kulturring Neuffen e.V.

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Geschichte des Stadtmuseums

Abbruchreif1953 kaufte die Stadt für 85.000 DM das ehemalige Finanz- oder Kameralamt, das Melchior-Jäger-Haus, zuletzt Altersheim der Inneren Mission, und trug sich mit dem Gedanken an eine Nutzung als Kindergarten, Jugendherberge, Museum oder als Vereinsräume.

Im ansonsten leerstehenden Haus richtete Stadtpfarrer i. R. Hetzel 1956, zusammen mit einigen anderen historisch Interessierten, in den ehemaligen Wasch- und Duschräumen ein Heimatmuseum ein, »Heimatstube« genannt. Nach Hetzels Tod wurde es durch Oberlehrer Schweizer betreut. Zu sehen waren hauptsächlich von Hetzel selbst zusammengetragene Exponate, vor allem Versteinerungen, Knochen-, Werkzeug- und Keramikfunde aus der näheren Umgebung, aber auch ein kleines Modell vom Hohenneuffen, das wahrscheinlich von Lehrer Loos mit seinen Schülern in den 30ern erstellt wurde und das sich heute in der Hauptschule befindet.

1973/76: Nachdem sich niemand mehr um die heimatkundliche Sammlung im Melchior-Jäger-Haus gekümmert hatte, nahmen sich die an der Neuffener Geschichte interessierten Bürger Dieter Reiss, Herbert Reutter, Heinrich Seewöster und Willi Weiblen der vormaligen Heimatstube an, bauten sie etwas um und zeigten nun in vier Räumen im 2. Obergeschoß des Jäger-Schlößles, neben den bisher ausgestellten Stücken, alte Einrichtungsgegenstände, bäuerliches Kulturgut und Exponate aus dem schwäbischen Raum. Die vorhandenen Räumlichkeiten und der klägliche Zustand des Gebäudes ließen aber eine vernünftige Museumsarbeit kaum mehr zu.

 

 

Ruinöser Zustand des Großen HausesNachdem beschlossen war, daß das »Große Haus« restauriert werden würde, suchten Stadtverwaltung, Gemeinderat und St+K nach einer entsprechenden Nutzug für das sich nun in städtischem Besitz befindliche stattliche Gebäude. Bald ergab sich, daß im Erdgeschoß die Stadtbücherei, im 1. Stock das Heimatmuseum Platz finden sollte.

So übernahm der St+K diese Aufgabe und richtete das Heimatmuseum als neu konzipiertes Stadtmuseum Neuffen ein, wobei Eduard Kuchelmeister, Heribert Sauter und Heinrich Seewöster die Betreuung übernahmen.